Bewertungen wirken auf zwei Wegen. Erstens beeinflussen sie, wie weit oben Ihr Google-Unternehmensprofil im Kartenblock steht: Laut Google zählen Zahl und Wertung der Rezensionen zur „Bekanntheit“. Zweitens lesen potenzielle Kunden sie, bevor sie anrufen. Auch KI-Antworten übernehmen Sterne und Bewertungszahl und stützen sich auf Listen, die nach Bewertungen sortiert sind.

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Fragen Sie alle Kunden nach einer Bewertung, nicht nur die zufriedenen, am einfachsten persönlich oder mit einem QR-Code auf Rechnung oder Übergabezettel. Ein paar Regeln sind wichtig. Bewertungen zu kaufen, selbst zu schreiben oder zu tauschen ist unzulässig. Google verbietet außerdem Gegenleistungen für Bewertungen, das Unterdrücken negativer und das gezielte Einwerben nur positiver Bewertungen; das Profil kann gesperrt werden. Für eine Bitte per E-Mail oder WhatsApp brauchen Sie in der Regel vorher die Zustimmung des Kunden (BGH, Urteil vom 10.07.2018, VI ZR 225/17); holen Sie sie am besten schon bei der Auftragsannahme ein. Das ist keine Rechtsberatung. Antworten Sie sachlich auf jede Bewertung, ohne Kundendaten zu nennen.

Was wir dazu wissen

In unserer Messung in neun Branchen vom 28. und 29. September 2026 hatten die 289 von der ChatGPT-App empfohlenen Betriebe im Median 4,8 Sterne, und nur 3 % hatten weniger als 10 Bewertungen. Wie viele üblich sind, hängt stark von der Branche ab: Median bei Tischlereien 24, bei Restaurants 742. Orientieren Sie sich also an Ihrer Branche, nicht an einer festen Zielzahl.