Diese Checkliste ist für Inhaberinnen und Inhaber lokaler Betriebe: Handwerk, Praxis, Gastronomie, Salon oder Verein. Die Reihenfolge folgt unserer Einschätzung der Wirkung, das Wichtigste zuerst. Die Schritte pflegen die Grundlagen für Google, die Karte und KI-Antworten zugleich; wie stark einzelne Schritte auf KI-Nennungen wirken, ist erst teilweise untersucht. Warum das so ist, steht unter Wie KI-Assistenten einen lokalen Betrieb finden.

1. Google-Unternehmensprofil vollständig pflegen

Das Google-Unternehmensprofil ist die wichtigste Einzelquelle, wenn jemand nach einem Betrieb in seiner Nähe fragt.

  • Erstellen oder übernehmen Sie das Profil mit einem Google-Konto Ihres Betriebs, nicht mit dem eines Dienstleisters.
  • Wählen Sie die Hauptkategorie so genau wie möglich, etwa „Möbeltischler“ statt „Handwerker“.
  • Tragen Sie Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefon und den Link zur passenden Seite Ihrer Website ein.
  • Laden Sie echte Fotos von Arbeiten, Team und Räumen hoch.

Zeitaufwand, grob geschätzt: etwa eine Stunde, dazu einige Tage für die Bestätigung durch Google.

2. Alle Kunden um eine Bewertung bitten

Bewertungen wirken auf die Karte, auf Bestenlisten und auf das Vertrauen neuer Kunden.

  • Bitten Sie alle Kunden nach dem Auftrag, nicht nur die zufriedenen. Google untersagt, gezielt um positive Bewertungen zu bitten.
  • Bieten Sie keine Gegenleistung an und geben Sie keine Texte vor.
  • Fragen Sie persönlich oder mit einer Karte mit QR-Code. Für eine Bitte per E-Mail oder WhatsApp brauchen Sie in der Regel vorher die Zustimmung des Kunden (BGH, Urteil vom 10.07.2018, VI ZR 225/17).
  • Antworten Sie auf jede Bewertung kurz und sachlich, auch auf kritische.

3. Bing Places und Apple Business eintragen

Microsoft empfiehlt lokalen Betrieben ausdrücklich einen Eintrag bei Bing Places, Apple bietet dafür Apple Business für Apple Karten und Siri. Bing kann die Angaben aus Ihrem Google-Profil übernehmen. Übernehmen Sie die Angaben Wort für Wort, damit überall dasselbe steht.

4. Die Plattform Ihrer Branche nutzen

Bei Fragen nach einem Betrieb zitieren KI-Assistenten oft Branchenplattformen, Verzeichnisse und Bestenlisten. Welche zählt, hängt von der Branche ab: In unserer Messung waren das zum Beispiel Jameda bei Zahnärzten, Planity und Treatwell bei Friseuren und Tripadvisor bei Restaurants.

  • Fragen Sie einen KI-Assistenten nach Ihrer Leistung in Ihrem Ort und schauen Sie, welche Seiten er als Quelle nennt.
  • Legen Sie dort ein vollständiges Profil mit denselben Angaben wie bei Google an. Dass bezahlte Premium-Einträge in KI-Antworten helfen, dafür haben wir keinen Beleg gefunden.
  • Als Mitglied einer Innung oder eines Verbands prüfen Sie Ihren Eintrag in deren Betriebssuche.

5. Eine Seite je Leistung, mit Preisrahmen und Ort

Bei Fragen nach dem Preis zitieren KI-Antworten vor allem Seiten von Betrieben. Dafür braucht jede wichtige Leistung eine eigene Leistungsseite.

  • Der erste Satz sagt, was, wo und zu welchem Preisrahmen. Erfundenes Beispiel: „Einbauschränke für Dachschrägen nach Maß, in Neuss und 30 Kilometer Umkreis, meist zwischen 2.500 und 6.000 Euro mit Montage.“
  • Nennen Sie Leistung und Ort auch im Seitentitel. Schreiben Sie den Preis als Text auf die Seite, nicht nur in ein PDF oder Bild.
  • Beschreiben Sie den Ablauf und was im Preis enthalten ist. Preise für Privatkunden geben Sie inklusive Umsatzsteuer an.
  • Zeigen Sie zwei, drei Arbeiten mit Ort und Jahr, mit Einverständnis der Kunden.

6. Häufige Fragen direkt beantworten

  • Sammeln Sie die fünf bis zehn Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon wirklich stellen, in deren Worten.
  • Beantworten Sie jede Frage im ersten Satz vollständig (Antwort zuerst), mit Zahl, Ort oder Namen.
  • Stellen Sie die Antworten auf die passende Leistungsseite. Einen besonderen Stil für KI brauchen Sie nicht.

7. Überall dieselben Angaben

  • Legen Sie Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Website-Adresse in genau einer Schreibweise fest (Stammdaten).
  • Gleichen Sie diese Angaben überall ab: Website und Impressum, Google, Bing, Apple, Branchenplattform, Innung, Social Media.
  • Tragen Sie Feiertage, Urlaub und neue Nummern überall gleichzeitig ein.

Wie prüfen Sie, ob es wirkt?

Drei einfache Wege reichen, und keiner braucht Tracking auf Ihrer Website.

  1. Fragen Sie jeden neuen Kunden, wie er Sie gefunden hat. Führen Sie eine Strichliste: Empfehlung, Google-Suche, Karte, Plattform, KI-Assistent, Sonstiges. Nach drei Monaten sehen Sie, woher Ihre Anfragen kommen. Mehr dazu unter Herkunftsfrage.
  2. Schauen Sie einmal im Monat in die Statistik Ihres Google-Profils. Dort sehen Sie Anrufe, Routenplanungen und Klicks auf Ihre Website. Vergleichen Sie Monate, nicht Tage. Ist Ihre Website in der Google Search Console angemeldet, zeigt ein Bericht dort auch, wie oft Ihre Seiten in den KI-Funktionen der Suche erschienen sind.
  3. Fragen Sie gelegentlich selbst nach. Stellen Sie drei bis fünf Fragen so, wie Kunden sie stellen, nicht nach Ihrem Firmennamen. Stellen Sie jede Frage mehrmals in einem neuen Chat und zählen Sie, wie oft Sie genannt werden. Eine einzelne Antwort beweist wenig, weil KI-Antworten stark schwanken.

Und was können Sie sich sparen?

llms.txt, Texte mit 2.000 Wörtern, Einträge in 100 Verzeichnissen und Garantien für Platz 1. Warum, steht unter Was wirkt und was nicht.

Wenn Sie das nicht alles selbst machen möchten: Was wir im Website-Abo übernehmen, steht unter Leistungen und Preise.

Stand: Oktober 2026. Die rechtlichen Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.